Hotelküche planen.

Ein Hotel ist kein Betrieb, sondern mehrere unter einem Dach — jeder mit eigenem Takt, eigener Technik und eigener Logistik. Die Küche muss sie alle gleichzeitig bedienen, aus einer Anlieferung und mit einem Team.

Angerichtete Vorspeise auf einem Porzellanlöffel vor dunklem Hintergrund
Hotellerie

Fünf Betriebe, eine Anlieferung.

Frühstück, à la carte, Bankett, Roomservice, Bar — dazu häufig ein Mitarbeiterrestaurant. Jeder dieser Bereiche hat seinen eigenen Rhythmus, seine eigene Technik und seine eigenen Gäste. Sie teilen sich Anlieferung, Lager, Kühlung, Spüle und Personal.

Häufige Fragen

Zur Hotelküche.

Die Aufgabenstellung. Gemeinschaftsverpflegung produziert dieselbe Speise in großer Zahl zu einem definierten Zeitpunkt und optimiert auf Durchsatz. Eine Hotelküche produziert unterschiedliche Speisen in kleiner Zahl auf Zuruf und optimiert auf Flexibilität. Daraus folgen andere Geräte, eine andere Verteilung der Kühlung und eine andere Wegeführung.
Drei Punkte: ausreichende Anrichteflächen und Wärmehaltung für eine Spitze, die im Alltag überdimensioniert wirkt; die Wagenlogistik einschließlich Abstell-, Rückführungs- und Reinigungsflächen; und vor allem die vertikale Verbindung. Aufzugsmaße, Türbreiten und Wendekreise werden im Rohbau festgelegt und entscheiden darüber, ob ein beladener Speisenwagen den Saal erreicht.
Ja, das ist einer der reizvollsten Teile der Arbeit. Wichtig ist, die betrieblichen Folgen früh mitzudenken: Abluftführung, die im Gastraum nicht stört, Schall, Oberflächen, die dauerhaft vorzeigbar bleiben, und eine Arbeitsordnung, die unter Beobachtung standhält. Sichtbarkeit erhöht die Anforderung an das Personal — jeden Tag.
Eng und früh. Unsere Rolle ist dabei häufig die des Übersetzers: Wir sagen frühzeitig, was ein gestalterischer Wunsch im Betrieb bedeutet, und suchen die Lösung, die beides trägt. Eine Abstimmung erst nach der Entwurfsplanung führt regelmäßig dazu, dass eine der beiden Seiten nachgeben muss — meist der Betrieb, weil er sich später nicht wehren kann.
Häufig, weil dort scheinbar nicht gekocht wird. Tatsächlich ist die Bar technisch dicht: Kälte auf engem Raum, Eisbereitung und -lagerung, Gläserspüle mit eigener Wasseraufbereitung, Gläserlagerung in großer Zahl, Getränkeanlieferung und Leergutrückführung. Bei Betrieb bis in die Nacht kommen Schallschutz, Abluft und Fluchtwege hinzu.
Nein. Wir planen herstellerneutral und sind von keinem Lieferanten abhängig — das ist seit 1981 so und wird bewusst so gehalten. Für Sie heißt das: Die Geräteauswahl folgt dem Betriebskonzept und nicht einer Vertriebsbeziehung.
Ja. Der kritische Punkt ist selten die Technik, sondern die Abschnittsbildung: Welche Bereiche lassen sich nacheinander umbauen, ohne dass Frühstück, Restaurant oder Bankett ausfallen, und welche Leistung muss ein Interimsbetrieb wirklich erbringen? Beides klären wir vor der Terminplanung, nicht danach.
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