Mensa und Hochschulgastronomie planen.

Sehr viele Essen, ein sehr enges Zeitfenster und ein Preis, der nicht frei kalkuliert werden kann. In kaum einem anderen Bereich schlägt ein Planungsfehler so schnell und so sichtbar durch.

Koch richtet an einer Ausgabelinie mehrere gleiche Teller gleichzeitig an
Mensa & Hochschule

Hier verzeiht der Grundriss nichts.

Eine Mensa vereint drei Bedingungen, die selten zusammen auftreten: sehr hohe Essenszahlen, ein sehr kurzes Zeitfenster und ein Preis, der nicht am Markt gebildet wird. Jede dieser Bedingungen allein ist beherrschbar. Zusammen lassen sie keinen Spielraum für Umwege.

Gästefluss

Entzerren ist die eigentliche Aufgabe.

Nicht schneller ausgeben, sondern verhindern, dass alle gleichzeitig auf denselben Punkt zulaufen.

Häufige Fragen

Zur Hochschulgastronomie.

Nicht die Zahl der Essen pro Tag, sondern der Durchsatz je Minute im ungünstigsten Zeitfenster. Die Spitze folgt dem Vorlesungsraster und trifft sehr konzentriert ein. Aus dieser Größe ergeben sich Zahl und Anordnung der Ausgabepunkte, die Zahl der Kassen, die Breite der Wege und die Kapazität der Rückgabe.
Das hängt von fünf Größen ab: Gästezahl, verfügbares Küchenpersonal, Fläche im Ausgabebereich, Breite des Angebots und Zahl der gleichzeitig angebotenen Gerichte. Bei hohen Gästezahlen trägt Free-Flow meist besser als eine durchgehende Linienausgabe, weil sich der Strom auf mehrere Punkte verteilen lässt. In der Praxis ist die Lösung fast immer eine Kombination — häufig ergänzt um freistehende Inseln, die einen Teil des Stroms aus dem Hauptweg nehmen.
Weil sie in dieselbe Stunde fällt wie die Ausgabe. Während vorne noch ausgegeben wird, kommen hinten bereits die ersten Tabletts zurück. Tablettförderbänder, Paternoster-Systeme und Automatisierung in der Spülküche entlasten genau dort — sie brauchen aber Platz, Medien und eine Anbindung, die früh festgelegt sein muss.
Über die Kosten je Essen, nicht über den Umsatz. Die größten Hebel sind Energie und Personal, danach die Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Bei sehr hohen Essenszahlen rechnen sich Investitionen, die sich in kleinen Betrieben nie amortisieren würden — was pro Portion eine Sekunde spart, summiert sich bei viertausend Essen auf gut eine Arbeitsstunde pro Tag.
Kurze erlebte Wartezeit, ein Angebot mit selbstverständlichem vegetarischem und veganem Anteil, und ein Raum, in dem man sich aufhalten möchte. Der Speisesaal wird heute auch zum Lernen und Arbeiten genutzt — dafür braucht es Strom am Platz, belastbares WLAN, Akustik und eine Zonierung. Diese Punkte müssen im Rohbau angelegt sein, mit Möbeln lassen sie sich nicht nachholen.
Über sauber geschnittene Abschnitte in der vorlesungsfreien Zeit und, wo die Versorgung nicht unterbrochen werden darf, über eine Interimslösung: Verlagerung innerhalb des Gebäudes, Container-Interimsküche oder temporärer Bau. Der kritische Punkt sind Medien und Platzbedarf, nicht die Geräte.
Ja, sofern er feststeht. Sein Betriebskonzept, seine Dienstplanstruktur und seine Erfahrung mit dem Haus gehören zu den besten Quellen einer Planung. Steht der Betreiber noch nicht fest, planen wir so, dass die Anlage nicht auf ein einziges Betriebskonzept festgelegt ist. Wir planen in beiden Fällen herstellerneutral.
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